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Über uns: Der lange Weg zur Quelle

Wir sind Stefan und Oskar. Wir sind „Laien“, wie man in der Kirchensprache sagt; weder Theologen noch Priester.

Vielleicht zuckst Du bei dem Wort zusammen, weil „Laie“ im Alltag oft „Amateur“ bedeutet. Aber in der Kirche heißt es, Teil des Volkes (laos) zu sein. Wir stehen mitten im Berufsleben, im „normalen“ Wahnsinn des Alltags. Und wir haben den Weg zum Altar erst als Erwachsene wirklich wiedergefunden.

Zur Einladung
Himmlisches Licht fällt in einen Kirchenraum

Wir wollten die Welt retten (allein)

Lange Zeit waren wir die klassischen „modernen Macher“. Wir spürten die Verantwortung, die auf unserer Generation lastet: Wir wollten die Welt retten. Ob für das Klima, für mehr Gerechtigkeit oder den Frieden – wir haben uns engagiert, diskutiert und gekämpft. Wir dachten, wir müssten alles aus eigener Kraft lösen, und glaubten, es hänge allein an uns, das Ruder herumzureißen.

Auch unser Glaube war eher ein ethischer Debattierclub:

  • Die Kirche? Ein Apparat, den wir demokratisieren müssen.
  • Die Heilige Messe? Hauptsache, wir bekommen ein paar inspirierende Impulse für unser Tun.
  • Das Gebet? Eher ein Nachdenken mit uns selbst.

Wir liefen auf Hochtouren, aber wir merkten nicht, dass unser Tank leer war. Ohne den Frieden zu haben, versuchten wir, Frieden zu geben. Wir wollten die Schöpfung bewahren, hatten aber den Kontakt zum Schöpfer verloren.

Die Wendung: Vom Machen zum Empfangen

Die Wende kam nicht über Nacht. Sie begann mit der schmerzhaften Erkenntnis: Wir können die Welt nicht aus eigener Kraft heilen. Durch Gespräche, Ringen und die Gnade Gottes haben wir verstanden: Wer nur ausatmet (handelt), ohne einzuatmen (empfängt), erstickt. Wir haben begriffen, dass wir am Altar nicht „berieselt“ werden, sondern an die Quelle müssen.

Wir haben entdeckt:

  • Die Heilige Messe ist die Lebensader, nicht bloß ein frommes Pflichtprogramm.
  • Die „strengen Regeln“ und Riten bewahren als Gefäße das Kostbare. Sie sind keine Hürden.
  • Das Evangelium ist der Bauplan der Realität, keine nette Anekdote.
  • Wir müssen nicht erst leisten, um geliebt zu sein. In der Heiligen Messe dürfen wir unsere „Weltretter-Attitüde“ ablegen und uns vom Erlöser retten lassen.
Kelch und Hostienschale auf dem Altar

Warum „Quelle und Höhepunkt“?

Dieser Name ist unser Programm. Er stammt aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965), dem Moment, in dem die Kirche die Fenster zur Welt öffnete. In der Kirchenkonstitution Lumen gentium (Nr. 11) machten die Konzilsväter klar, wo die Kraft für diese Weltverantwortung herkommt. Über die Gläubigen heißt es dort:

„In der Teilnahme am eucharistischen Opfer, der Quelle und dem Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens, bringen sie das göttliche Opferlamm Gott dar und sich selbst mit ihm.“
Zweites Vatikanisches Konzil, Lumen Gentium 11

Das ist die theologische Antwort auf unseren Burnout:

Die Quelle:
Aus uns selbst heraus können wir nicht „gut“ sein oder die Welt heilen. Wir brauchen Gnade, die wir nicht selbst herstellen können. In der Heiligen Messe empfangen wir Christus selbst. Ohne diese Quelle wird unser Aktivismus leicht zu bloßem Management.
Der Höhepunkt:
Alles Tun in der Welt läuft auf diesen Moment zu. Hier berührt der Himmel die Erde. Hier begegnen wir dem Geber aller Gaben.

Wir wissen heute: Es ist Realpräsenz. Christus ist wirklich gegenwärtig, als lebendiges Gegenüber und nicht bloß als Idee.

Die Sehnsucht des Vaters

Wir sagen das alles nicht leichtfertig. Es ist die Sehnsucht des Vaters, die uns antreibt – sein Herz blickt voller Wehmut auf all jene, die noch fern von Ihm sind und das Geschenk seines eingeborenen Sohnes ignorieren. Wir sind gesandt, um zu lernen, die Welt mit Seinen Augen zu sehen und Seine Kinder wieder nach Hause zu führen.

Wo nicht mehr geglaubt wird, dass Christus in der Eucharistie wirklich gegenwärtig ist, zeigt sich eine tiefere Trennung. Wenn wir den Sohn ignorieren, verlieren wir den Weg zum Vater.

Und wir kennen die Verletzungen:

Die Tragödie der Banalität:
Wir leiden mit jedem, der in der Heiligen Messe sitzt und statt des Mysteriums nur Banalitäten serviert bekommt. Wenn das Heilige lieblos „heruntergespult“ wird, stirbt die Sehnsucht.
Die lauwarme Routine:
Wer will schon zu einer Gemeinschaft gehören, die aussieht, als wäre sie auf einer Beerdigung statt auf einem Hochzeitsfest?
Die Wunden der Kirche:
Wir verschließen nicht die Augen vor Missbrauch und Skandalen. Sie haben Vertrauen zerstört.

Diese Arbeit ist unsere Antwort auf Seine Liebe. Trotz aller menschlichen Trümmer ist ER da. Die Quelle sprudelt, und der Vater wartet an der Tür.

Wie alles begann: Ein Funke im Glaubenskurs

Die konkrete Idee zu diesem Projekt entstand in einem katholischen Glaubenskurs (Kath-Kurs (externe Seite)). Stefan erlebte dort die Begeisterung der Teilnehmer hautnah. Er sah das Feuer in ihren Augen, aber er erkannte auch eine Realität, die oft übersehen wird: Den riesigen Bedarf an Tiefe und Antworten, gepaart mit einer menschlichen Hürde – der Bequemlichkeit.

Die Heilige Messe ist ein so großes Mysterium, dass man es nicht an einem einzigen Abend „lernen“ kann. Sie ist ein Ozean, den man ein Leben lang erkundet.

So entstand der Gedanke der „Challenge“: Ein Versuch, Starthilfe zu geben. Wir wollten die Begeisterung nutzen, um Menschen zu ermutigen, wirklich ganz nah an Jesus heranzutreten.

Dabei ist uns Ehrlichkeit wichtig: Auch wenn der sakramentale Empfang der Kommunion den Katholiken im Stand der Gnade vorbehalten ist, gilt die Einladung zur Nähe allen. Wir erleben oft, dass gerade Außenstehende von einer tiefen Ehrfurcht erfasst werden, wenn sie sich dem Geheimnis aussetzen. Viele entscheiden sich erst durch diese Erfahrung der „Heiligen Sehnsucht“, sich tiefer mit dem Glauben auseinanderzusetzen – und finden am Ende tatsächlich die Quelle der Wahrheit. Wer den Weg zurück zur Kommunion gehen möchte, findet auf beichtbar.de eine Schritt-für-Schritt-Begleitung zur Beichte.

Ein Werkzeug gegen die Banalität (und seine Grenzen)

Wir wissen, wie schwer es oft ist, einen Ort zu finden, an dem die Liturgie atmet. Deshalb haben wir ein digitales Werkzeug entwickelt:

go.source-and-summit.de (externe Seite)

Damit versuchen wir, Orte sichtbar zu machen, an denen das Heilige gewürdigt wird. Aber eine digitale Karte kratzt nur an der Oberfläche. Sie ist unvollkommen, genau wie wir.

Denn die eigentliche Erfahrung – das Hingehen, das Kniebeugen, das Empfangen – die können und wollen wir Dir nicht abnehmen.

Dieser Weg ist nicht immer steril und perfekt. Wer sich auf die Suche begibt, wird auch die Wunden der Kirche spüren. Du wirst vielleicht Priester erleben, denen das Feuer fehlt, oder Gemeinden, die lau sind. Aber auch das gehört zur Realität: das Heilige in dieser „Andersartigkeit“ zu suchen und zu lernen, dass Gott auch durch zerbrochene Instrumente wirken kann – und gleichzeitig nicht aufzuhören, nach der Quelle zu suchen.

Die Suche selbst ist schon Gebet. Wir sind zutiefst davon überzeugt: Wer sich nicht mit dem Mittelmaß zufriedengibt, wer sich aufmacht und sich für den Herrn vielleicht sogar die Füße wund läuft, der wird finden. Gott lässt den, der ihn ernsthaft sucht, nicht ins Leere laufen.

Unser himmlischer Pate: Carlo Acutis

Brot auf einem Weg – Bild für die Pilgerreise des Glaubens

Diesen Weg gehen wir nicht allein. Wir haben das Projekt unter den Schutz eines besonderen Freundes gestellt: Carlo Acutis (1991–2006).

Er war ein Millennial. Er trug Nike-Sneaker, programmierte Computer und liebte Videospiele. Aber er hatte ein Geheimnis: Er ging jeden Tag zur Heiligen Messe. Sein Satz ist unser Leitstern geworden:

„Die Eucharistie ist meine Autobahn in den Himmel.“
Carlo Acutis

Carlo hat schon als Teenager verstanden, dass das Internet der Ort ist, um das Evangelium zu teilen. Er programmierte eine Datenbank über eucharistische Wunder, um der Welt zu zeigen, dass Gott real ist. Wir führen sein Erbe hier digital fort und bitten ihn täglich um seine Fürsprache für jeden Besucher dieser Seite.

Liste der eucharistischen Wunder (externe Seite)

Unsere Einladung

Diese Seite haben wir gebaut, weil wir das Glück, das wir gefunden haben, nicht für uns behalten können. Wir wollen keine Strukturen verteidigen, sondern Dir den Zugang zum Geheimnis öffnen.

Wir laden Dich ein, den gleichen Weg zu gehen: Weg von der Oberflächlichkeit, hin zur Tiefe. Vom „Selber-Machen-Wollen“ zum „Beschenken-Lassen“.

Unsere Challenge ist Dein Basislager. Vier Wochen. Vier Sonntage. Vor jeder Heiligen Messe drei vorbereitende E-Mails, die Dir helfen, den Gipfel zu besteigen.

4 Sonntage · 3 E-Mails vor jeder Heiligen Messe · kostenlos, jederzeit abmeldbar

Unser Gebet für Dich

Am Ende geht es nicht um Webseiten, Tools oder uns.

Wir hoffen und beten, dass jeder, der hier vorbeikommt – ob zufällig oder suchend – sein Herz einen Spaltbreit öffnet. Dass Du neugierig wirst. Dass Du nicht mit leeren Händen gehst, sondern etwas mitnimmst, das Dich trägt.

„Vor allem aber wünschen wir uns eines: Dass Du Deinen Platz im Haus und im Herzen des Vaters findest. Denn dieser Platz ist für Dich reserviert. Und ohne Dich bleibt er leer.“

Willkommen bei Source & Summit.

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Wir glauben, dass der Glaube ein „Betriebssystem“ für das ganze Leben ist. Deshalb bauen wir digitale Werkzeuge, die dabei helfen, Jesus heute neu zu entdecken.

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